Ausfahrt #4: Weeze

Veröffentlicht am 6. Jun 2013 unter Tourtagebuch, Weeze | 3 Kommentare
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“Fahren Sie auch in Kevelaer vorbei?” Ich weiß gar nicht, wie oft ich diese Frage in den letzten Tagen schon gehört habe. “Nein, tue ich nicht.” – “Schade, dass ist doch der schönste Ort hier am Niederrhein.” – “Ah, ok. Ich werde zumindest mal durchfahren.” Und heute war es dann soweit. Mein Navi hat mich auch schnurstracks durch die pflasterbesteinte Fußgängerzone geführt, die eigentlich nur abends und nachts mit dem Rad befahren werden darf. Naja, was soll’s. Sowohl die Kevelaener wie auch meine Radaufhängung haben die Aktion unbeschadet überstanden. Schnell noch ein Foto von der Kirche, und weiter geht’s.

Wer qua der Aussprache niederrheinischer Ortsnamen nicht ganz sicher ist, dem sei gesagt, das e in Kevelaer (wie übrigens auch im weniger bekannten Straelen) firmiert unter “niederrheinisches Dehnungs-e”. Es gibt übrigens auch ein “niederrheinisches Dehnungs-i”, wie z.B. in Korschenbroich, allerdings nicht wie in Duisburg. Das müsste dann wahrscheinlich das “niederrheinische Umlaut-i” sein. Man weiß es nicht. Bzw.: Ich weiß es nicht.

Aber eigentlich geht es ja heute um Weeze. Genau, das ist der Ort mit dem Flughafen. Und, nein, ich bin nicht in eine Maschine Richtung Südsee eingestiegen, war aber gespannt, ob der Flughafen am para_dies-Stand eine Rolle spielen würde.

Weeze ist der kleinste Ort auf der Tour, hat dafür aber einen verdammt großen Rathausvorplatz. Weeze Neue Mitte nennen sie das. Weeze Alte Mitte liegt direkt neben an. Wer also rausfinden möchte, ob er eher der Alte Mitte oder Neue Mitte Typ ist, sollte unbedingt mal der Stadt einen Besuch abstatten, ein wenig herumstreunen und dann schauen wo er sich zum Verweilen hinsetzt. Als Begleitliteratur empfehle ich irgendein Buch von Lucius Burckhardt.

Ob ich mich zum schreiben dieses Textes in alter oder neuer Mitte niedergelassen habe verrate ich nicht. Aber den Tag über hab ich bei uneingeschränktem Sonnenschein auf der Neuen Mitte verbracht. Bei meiner Ankunft wirkt der Platz zu groß und vor allem zu leer. Kein vergleich mit den hunderten von Leuten, die in den anderen Städten an mir vorbei gelaufen sind. Ich ahne das Schlimmste. Was soll ich sagen… es sind tatsächlich nicht all zu viele Menschen über den Tag verteilt auf dem Platz herumgelaufen. Aber es haben fast alle mitgemacht und so ist doch ein stattliches Sümmchen an para_diesen zusammen gekommen. Hätte ich diese Beteiligungsquote in Viersen (ganz normales Dehnungs-e) gehabt, hätte ich neue para_dies-Karten bestellen müssen. So ist es dann doch ein einerseits sehr entspannter aber auch interessanter Tag geworden. Ich habe einiges über den Flughafen, vor allem seine ursprüngliche Nutzung und dessen Architektur gelernt und werde wohl dort mal ohne Koffer und Flugticket vorbeifahren. Die Niers soll hier am schönsten sein sage die Weezer. Und das Eiscafé Alpago macht das beste Eis der Stadt. Zweiteres probiere ich nach dem Abbau selbstredend aus und kann nicht widersprechen.

Bevor ich’s vergesse: Weeze hat den mit Abstand fahrradfreundlichsten Brunnen den ich kenne. Man kann nämlich mit seinem Drahtesel mitten durch fahren. Wahlweise mit oder ohne nasswerden. Ich hab ganz gekniffen, freue mich aber morgen ein wenig länger schlafen zu können, denn da geht’s nach Goch. Und das liegt direkt nebenan. Es sei denn, ich fahr vorher am Flughafen vorbei…

3 Kommentare

  1. Stefano Picco
    7. Juni 2013

    Ich glaube ich war 2-4 Mal in Weeze am Flughafen, das ist schon eine Art Abenteuer. Denn zumindest mit dem Auto und einer gefühlten Ewigkeit durch einen “Militärwald” kommt dann irgendwann dieses “futuristische” Gebäude und plötzlich ist man da.

    Ist zwar schon ein paar Jährchen her, wer weiß ob der erste Eindruck bei dir dann auch so irritierend sein wird – fahr mal hin :)

    • susi sausewind
      7. Juni 2013

      Ach war das schön: Bizarre-Festivals in Weeze. Die Besten der Besten kamen da hin. Das letzte dort hieß Terremoto. 2000-2003 – lange her. Gute Reise weiterhin lieber Norbert!

  2. Peter
    7. Juni 2013

    Ich bin das eine oder andere Mal bei Fahrradtouren durch Kevelaer gekommen.
    Von Mönchengladbach sind das 55 km, Navi-gesteuert . Habe ich vor drei Jahren
    mal mit meinem Scooterbike gefahren, Durchschnittsgeschwindigkeit 24,6 km/h.
    Akkuwechsel, zurück nach MG, diesmal auf der Westseite der Niers. Trotz Kniebeschwerden.
    Seitdem bin ich von meinem BIONX- Antrieb schwer überzeugt.

    In Kevelaer gibt es ein sehr interessantes Landeskundliches Museum, mitten in der
    Fußgängerzone.
    Schon drin gewesen ? Gute Reise und Fröhliches Radeln, Norbert !