Ausfahrt #5: Goch

Veröffentlicht am 7. Jun 2013 unter Goch, Tourtagebuch | 4 Kommentare

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Tuuut, tuuut, tuuut… “Norbert Krause, schönen guten Abend. Ich wollte fragen, ob es möglich wäre morgen schon um 9 Uhr bei ihnen einzuchecken.” – “Ich schau mal nach, wie war Ihr Name?” – ”Norbert Krause.” – “Ich habe hier keine Reservierung auf Ihren Namen stehen, wir sind auch schon ausgebucht.” “Ähhhh…..” Soweit das Ende des bisher chaotischten Tages der Tour. Erst ist der für die Aktion von städtischer Seite Verantwortliche plötzlich erkrankt, was einige Fragen bezüglich der Betreuung der Aktion aufwirft. Nachdem der städtische Hausmeister eingesprungen ist und dann doch alles wunderbar geklappt hat, kommen wie aus dem nichts ein Dutzend Kindergartenkinder angerannt und stürmen meine kleine Palmenplantage. Ich bin ja überhaupt sehr verwundert, dass noch keine Gummipflanzen bisher den Geist aufgegeben hat. Selbst das Sorgenkind vom ersten Tag hat sich wieder einigermaßen berappelt und braucht nur gelegentlich ein wenig Extraluft. Aber auch den Angriff der Kinder haben sie überstanden. Naja und dann noch die Nummer mit dem Zimmer in Kleve. Aber mittlerweile hat sich auch das geregelt und wahrscheinlich ist das neue Hotel auch viel besser. Zumindest kann ich dort schon um 9 Uhr einchecken. Die Moral dieser Geschicht: Alles kommt anders, schlechter wird es dadurch aber nicht.

Was gibt es noch zu erzählen. Erst einmal vielleicht, dass sich auf der Gocher Fußgängerzone hauptsächlich Niederländer tummeln. So ändern sich die Zeiten. Früher sind wir alle wie die Wahnsinnigen nach Holland gefahren um beim Kaffeekauf ein paar Taler zu sparen und das Geld stattdessen lieber für Sprit auf den Kopf zu hauen. Heute kommen die Holländer nach Deutschland rüber weil hier alles (vielleicht sogar der Kaffee) etwas günstiger ist. Zumindest hat mir das ein Holländer so erklärt. Zitieren lassen wollte er sich aber nicht.

Für die Gocher (oder Gocheraner?) ist die Frage nach dem para_dies ganz klar: Nierswelle, war die einstimmige Antwort von Groß und Alt, Klein und Jung. Auf Nachfrage kam dann aber doch noch etwas mehr. Ein Jugendzentrum, das nach einem Bier benannt ist, das wiederum nach einem Auto benannt ist, das wiederum nach einem Satelliten benannt ist, eine Margarine-Fabrik die in früheren Zeiten vielen Menschen Arbeit gegeben hat, Goch Ness (ein Schwimmbad) und weitere para_diese. Überhaupt fällt auf, dass die Gocher(aner) sehr emsig im Umgang mit ihrem Stadtnamen sind. Wenn’s nur irgend geht wird er mitverwurstet. Neben dem Goch Ness gibt es noch das Café van Goch, das Goch live und den Stadtslogan “Heute schon gegocht?” der zum Kauf lokaler Produkte animiert. Als ich schon wieder dabei bin die Luft aus den Palmen zu lassen  erzählt mir eine Frau von der Rivalität zwischen Goch und Kleve, die ähnlich derer zwischen Düsseldorf und Köln sein soll. Da trifft es sich ja gut, dass es morgen in aller Herrgottsfrühe nach Kleve geht und ich herausfinden kann, ob die Klever das genau so sehen. Und vor allem: Warum?

Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass meine Regenklamotten erstmalig einem Test unterzogen wurden. Ich hatte mich bisher schon fast etwas geärgert, dass ich überhaupt irgendetwas wasserdichtes mitgenommen habe. Total nutzlos dieser Tage… Ach so, was passiert ist: Meine Wasserflasche ist ausgelaufen.

 

4 Kommentare

  1. nela
    7. Juni 2013

    wow, selten stand ein Fahrrad mit einer passenderen Aufschrift in entsprechender Landschaft (Fotos #1 bis #4), einfach nur schön …

  2. Peter
    8. Juni 2013

    Es fährt …einZug … nach Nirgendwo,…

  3. spicone
    8. Juni 2013

    Einige Aufnahmen haben so etwas us-amerikanisches und das gleich um die Ecke :)

    • Norbert Krause
      10. Juni 2013

      Die Reisekasse ist noch gut gefüllt. Da dachte ich, ich leiste mir mal ein paar Stockfotos. ;)